So ganz ohne Beschriftung nur anhand der Fotos, ist die Spurensuche nicht immer ganz so einfach. Und in diesem Fall befanden sich viele Negative in nur einem Karton. Diverse Kirchen, Berge, Dörfer, die irgendwie alle ähnlich aussahen. :-)
Um so größer ist natürlich auch die Freude, wenn sich wieder drei vier Bilder zu einer Serie zusammenfügen und es gelingt, den Ort der Aufnahmen zu identifizieren. Und so war es wieder einmal eine Kirche, die den Aufnahmeort verriet.
In diesem Fall die Pfarrkirche Johannes Nepomuk, die in Obergurgl in Tirol steht. Daneben links im Bild der Gasthof Edelweiss.
Die weitere Recherche brachte dann wieder interessante Geschichten zu Tage.
So ist die Geschichte des Ortes seit 1931 eng mit Auguste Piccard verbunden. Dieser landete Ende Mai 1931 nach einem geglückten Höhenrekordversuch auf einem Gletscher in der Nähe von Obergurgel.
Seine Geschichte und was Captain Jean-Luc Picard damit zu tun hat möge der geneigte Leser hier und hier nachlesen.
Aber auch dank dieser Landundung gibt es vom Ort diverse alte Fotos und Postkarten.
Und ein Foto der beiden Ballonfahrer aus dem Jahr 1931 zeigt den Gashof Edelweiss auch von vorne. Auf jenem Fotos aus dem Bildarchiv Austria --> hier ist, neben einer veräderten Hangbefestigung ein Schornstein am rechten Giebel zu erkenne.
Vergleicht man die Bilder aus den unterschiedlichen Jahrzehnten untereinander, so ergibt sich für den Bauzustand von Hof und Nebengebäude ein Zeitpunkt vor 1931. Eine Zeit in der ich eher Glasplatten erwarte, wenngleich der Rollfilm bereit in den 1880ern erfunden wurde und die AGFA bereits ab 1900 und nach einer Pause wieder ab 1915 solche Filme herstellte.
Aber zurück nach Obergurgl...
Eine schöne Geschichte des Gasthof/Hotel Edelweiss mit weiteren alten Bildern findet sich --> hier.
Damit ließ sich dann auch der Gasthof (mit Nebengebäude), hier noch einmal ein wenig versetzt mit Blick Richtung Spiegelkogel der Serie zuordnen.
Und hier noch zwei Fotos vom Hang südöstlich von Obergurgl. Über den Ort hinweg, mit Blick auf den Kirchenkogel.
Und damit ist wieder ein Satz Bilder einem Ort zugeordnet. Bei der ersten Durchsicht der Negative hatte ich relativ wenig Hoffung die Bilder zuordnen zu könen. Denn gerade solche Aufnahmen können ja überall entstanden sein. Und auch die KI-gestützte Bildersuche hat gerade für Schwarz-Weiß-Fotos in den letzten Jahren auch nicht wirklich gute Treffer geliefert. Google liefert einfach andere Schwarz-Weiß-Fotos aus, auf denen völlig andere Motive zu erkennen sind. :-)
Von "Bild hochladen und EIN Ergbnis zurückbekommen" sind wir auch im Jahr 2020 offenbar noch ein gutes Stück entfernt. Aber es geht ja auch ohne.
Ich stürze mich wieder in die Recherche, denn noch sind mir ein paar Fotos ein ziemliches Rätsel, auch wenn mir Kommisar Zufall diese Woche überraschender Weise eine weitere Identifikation ermöglichte. Aber dazu später...
Viele Grüße
Peter aka h3px
Freitag, 7. Februar 2020
Sonntag, 26. Januar 2020
Der Berg ruft - Teil 3 - Heiligenblut am Großglockner
Neben Salzburg und dem Watzmann fanden sich noch eninge Negative aus dem Raum Garmisch-Partenkirchen. Entsprechend hat es eine ganze Zeit gedauert, bis ich diese markante Kirche endlich zuordnen konnte.
Denn offenbar hat die Reise- und Bergsteigergruppe auf ihrem Weg durch die Berge auch noch einen Abstecher nach Kärnten gemacht und dieses Foto von der Pfarrkirche Heiligenblut gemacht. Wikipedia behauptet: >>Mit dem Großglockner im Hintergrund bildet sie eines der bekanntesten Fotomotive in Österreich<<.
Denn offenbar hat die Reise- und Bergsteigergruppe auf ihrem Weg durch die Berge auch noch einen Abstecher nach Kärnten gemacht und dieses Foto von der Pfarrkirche Heiligenblut gemacht. Wikipedia behauptet: >>Mit dem Großglockner im Hintergrund bildet sie eines der bekanntesten Fotomotive in Österreich<<.
Wie so oft verbirgt sich hinter der Wallfahrtsstätte natürlich auch eine spannende Geschichte...
In diesem Fall geht es um den (nicht heiligen) Brictius, einen dänischen Prinzen, eine in die Wade eingewachsene Reliquie aus Konstantinopel und einem Bein, welches einfach nicht unter der Erde bleiben wollte. :-)
Die ganze schräge Geschichte hier im ökumenischen Heiligenlexikon unter: Brictius von Heiligenblut.
Und für den in Bergpanoramen unerfahrenen Leser hier das Foto nochmal mit der Beschriftung der Berge im Hintergrund.
In der Tat ein prima Postkartenmotiv. Und da alle paar Jahre neue fotografiert und gedruckt wurden, lässt sich die Aufnahme auch in die Zeit zwischen 1930 und 1940 einordnen. Hilfreich waren dabei nicht zuletzt die Büsche und Bäume rund um die Kirche. Denn da ist über die Jahre doch einiges gewachsen. :-)
Dies also als kleines Intermezzo am Großglockner. Bei nächsten Mal geht es dann Richung Garmisch und Co.
Viele Grüße
Peter aka h3px
Labels:
1930-1940,
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Heiligenblut,
Pfarrkirche Heiligenblut,
St. Vinzenz
Standort:
Gemeinde Heiligenblut, 9844, Österreich
Montag, 6. Januar 2020
Der Berg ruft - Teil 2 - Weiter zum Watzmann
Von Salzburg aus geht es heute weiter zum Watzmann.
Beginnen wir mit einem Bild vom Watzmannmassiv.
Im Vordergrund rechts sieht man Berchtesgaden.
Dahinter rechts den großen und links der kleine Watzmann.
Der Weg von Salzburg aus führte offenbar über Marktschellenberg ins
Berchtesgadener Land. Denn auf dem Weg dorthin schaute die Gruppe noch in der Almbachklamm vorbei.
Ich habe es dieses Jahr nur bis zur Kugelmühle am Fuße der Klamm geschafft, aber die hier (bei bergwelten.com) beschriebene Runde - auf dieser Website habe ich auch die "Farbversion" eines der obigen Fotos entdeckt - setze ich für 2020 mal auf die Liste.
Und wenn man schon in der Gegend ist, dann sollte man den Königssee natürlich ebenfalls bereisen.
Von St. Bartholomä aus ging es dann noch weiter zum Obersee.
Entsprechend hier noch ein Foto mit Dame. Über den Obersee hinweg in Richtung Hachelköpfe bzw. hinüber zum Watzmannmassiv. Die in Wolken gehüllte Süd- und Mittelspitze im rechten oberen Bildbereich.
Und genau dorthin sind der Fotograf und seine Frau (?) dann wohl noch aufgebrochen. Denn es finden sich in den Fotos Bilder von einer Tour über den Watzmann.
Hier ein Foto vom Watzmannhaus.
Ich denke von hier aus wurde der Rest der Watzmanntour in Angriff genommen. Denn dieses Bild zeigt die Watzmann Mittelspitze vom Hocheck aus.
Und hier noch eine Vergrößerung des Fotos...
Aufgenommen wurde es wohl von der Schutzhütte aus. Hier noch ein Foto der Gruppe direkt an der Hütte.
Noch ein bedeutungsschwangerer Blick hinunter ins Tal. :-)
War etwas komplizierter, die Fotos den einzelnen Touren, den jeweiligen Bergen, Klammen und Seen zuzuordnen.
Auch was das Alter der Bilder angeht bin ich recht unschlüssig. Ich schätze die Entstehung in die (frühen?) 1950ziger Jahre, da es bereits Filmnegative und keine Glasplatten mehr sind. Aber vielleicht finde ich noch den ein oder anderen Hinweis...
Und auch wenn noch nicht alle Bilder den einzelnen Reisen zugeordnet sind, die nächste Etappe steht schon.
Dann geht es in das Gebiet rund um den Großglockner.
Viele Grüße
Peter aka h3px
Beginnen wir mit einem Bild vom Watzmannmassiv.
Im Vordergrund rechts sieht man Berchtesgaden.
Dahinter rechts den großen und links der kleine Watzmann.
Der Weg von Salzburg aus führte offenbar über Marktschellenberg ins
Berchtesgadener Land. Denn auf dem Weg dorthin schaute die Gruppe noch in der Almbachklamm vorbei.
Ich habe es dieses Jahr nur bis zur Kugelmühle am Fuße der Klamm geschafft, aber die hier (bei bergwelten.com) beschriebene Runde - auf dieser Website habe ich auch die "Farbversion" eines der obigen Fotos entdeckt - setze ich für 2020 mal auf die Liste.
Und wenn man schon in der Gegend ist, dann sollte man den Königssee natürlich ebenfalls bereisen.
Von St. Bartholomä aus ging es dann noch weiter zum Obersee.
Entsprechend hier noch ein Foto mit Dame. Über den Obersee hinweg in Richtung Hachelköpfe bzw. hinüber zum Watzmannmassiv. Die in Wolken gehüllte Süd- und Mittelspitze im rechten oberen Bildbereich.
Und genau dorthin sind der Fotograf und seine Frau (?) dann wohl noch aufgebrochen. Denn es finden sich in den Fotos Bilder von einer Tour über den Watzmann.
Hier ein Foto vom Watzmannhaus.
Ich denke von hier aus wurde der Rest der Watzmanntour in Angriff genommen. Denn dieses Bild zeigt die Watzmann Mittelspitze vom Hocheck aus.
Und hier noch eine Vergrößerung des Fotos...
Aufgenommen wurde es wohl von der Schutzhütte aus. Hier noch ein Foto der Gruppe direkt an der Hütte.
Noch ein bedeutungsschwangerer Blick hinunter ins Tal. :-)
War etwas komplizierter, die Fotos den einzelnen Touren, den jeweiligen Bergen, Klammen und Seen zuzuordnen.
Auch was das Alter der Bilder angeht bin ich recht unschlüssig. Ich schätze die Entstehung in die (frühen?) 1950ziger Jahre, da es bereits Filmnegative und keine Glasplatten mehr sind. Aber vielleicht finde ich noch den ein oder anderen Hinweis...
Und auch wenn noch nicht alle Bilder den einzelnen Reisen zugeordnet sind, die nächste Etappe steht schon.
Dann geht es in das Gebiet rund um den Großglockner.
Viele Grüße
Peter aka h3px
Labels:
1950-1960,
Almbachklamm,
Berchtesgaden,
Hachelköpfe,
Königssee,
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Watzmann,
Watzmannhaus
Standort:
83471 Berchtesgaden, Deutschland
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