Auf den ersten Blick ein Foto einer Fabrikhalle oder einer großen Werkstatt.
Auf dem Ausschnitt des zweiten und des dritten Fotos sieht man kleine Schachteln die wohl anschließend konfektioniert werden.
Im Hintergrund sieht man eine Kiste in der sich vermutlich schon die fertig befüllten Steichholzschachteln befinden. Auf der rechten Seite lehnt ein Schuber, in dem sich die vorbereiteten Zündhölzer befinden.
Die Recherche nach anderen Bildern von alten Zündholzfabriken war nicht besonders ergibig. Aber die ein oder andere Quelle findet sich ja irgendwie immer. Etwas größer war wohl die hier -beim Spiegel- gezeigte Fabrik.
Spannend ist auch das Foto einer Zündholz-Komplettmaschine, etwas weiter unten auf der Web-Seite kulturgutstiftung.ch.
Und in Grafenwiesen gibt es offensichtlich sogar das Deutsche Zündholzmuseum. Zudem natürlich unzählige Streichholzschachtel-Sammler-Seiten :-)
Die Negative selbst sind nicht auf Glasplatte sondern bereits auf Kunststofffilm belichtet worden. Dem www nach ist die Kodak AG der deutsche Ableger der Kodak nach 1931. Andere Fotoplatten aus den drei Kartons sind in den 1930ern entstanden, insofern vermute ich, auch diese Aufnahmen sind in jener Zeit entstanden.
Mal sehen was sich noch für Überraschungen in den Kisten finden...
Einstweilen viele Grüße und eine schöne Zeit
Peter
Sonntag, 13. Dezember 2015
Sonntag, 1. November 2015
Der Freisinger Dom "St. Maria und St. Korbinian"
Es ist immer schön wenn jemand den Ort der Aufnahme irgendwo notiert. Und hier war jemand so freundlich und hat schon mal Vorarbeit geleistet.
Und da Freising sozusagen ums Eck ist, lag es nahe sich den Freisinge Dom auch live anzuschauen und so die Ergebnisse der Überprüfung im Netz zu bestätigen. Pergaminthüllen sind ja geduldig :-)
Und der Besuch hat sich gelohnt. Denn der Dom St. Maria und St. Korbinian hat sich in den letzten 50/60/70 Jahren nur in Details veändert. Irgendwie erinnern mich Kirchen immer an Zeitkapseln. In Kirchen scheint die Zeit immer viel langsamer zu vergehen als außerhalb. Und wenn man bedenkt wieviele Menschen sich über viele Generationen bemüht haben diese Bauwerke und Geschichten über die Zeit zu retten. Und im Falle des Freisinger Doms reden wir von 1300 Jahren. 715 wurde auf dem Domberg die erste Marienkirche von Theodo II. dem Herzog der Bajuwaren in Baiern gebaut. Naja, er hat sie wohl eher bauen lassen :-) Und seinerzeit war München wohl noch nicht erwähnenswert genug um in irgendwelchen Dokumenten vermerkt zu werden. Vermutlich eher ein finsteres Stück Wald ein Stückchen isaraufwärts...
Aber zurück zum Dom.
Die Innenaufnahme zeigt rechts die Kanzel, die Deckenfresken und den Aufgang zum Hauptaltar.
Das Bild das apokalyptische Weib ist eine Kopie aus dem Jahr 1926. Das Original von Peter Paul Rubens hängt wohl heute in der Alten Pinakothek.
Hier noch eine Aufnahme die vom Aufgang im Eingangsbereich gemacht wurde. Und ich bin immer wieder erstaunt, welche Details auf einer kleinen (hier 9x13 cm) uralten Glasplatte erhalten sind. Bei der für Kirchen üblichen Beleuchtung kommen da viele moderne Digitalkameras heute nicht mit.
Soviel also zum Freisinger Dom. Mal sehen welche Bilder mir als nächstes in die Finger fallen.
Viele Grüße und eine schöne Zeit
Peter
Und da Freising sozusagen ums Eck ist, lag es nahe sich den Freisinge Dom auch live anzuschauen und so die Ergebnisse der Überprüfung im Netz zu bestätigen. Pergaminthüllen sind ja geduldig :-)
Und der Besuch hat sich gelohnt. Denn der Dom St. Maria und St. Korbinian hat sich in den letzten 50/60/70 Jahren nur in Details veändert. Irgendwie erinnern mich Kirchen immer an Zeitkapseln. In Kirchen scheint die Zeit immer viel langsamer zu vergehen als außerhalb. Und wenn man bedenkt wieviele Menschen sich über viele Generationen bemüht haben diese Bauwerke und Geschichten über die Zeit zu retten. Und im Falle des Freisinger Doms reden wir von 1300 Jahren. 715 wurde auf dem Domberg die erste Marienkirche von Theodo II. dem Herzog der Bajuwaren in Baiern gebaut. Naja, er hat sie wohl eher bauen lassen :-) Und seinerzeit war München wohl noch nicht erwähnenswert genug um in irgendwelchen Dokumenten vermerkt zu werden. Vermutlich eher ein finsteres Stück Wald ein Stückchen isaraufwärts...
Aber zurück zum Dom.
Die Innenaufnahme zeigt rechts die Kanzel, die Deckenfresken und den Aufgang zum Hauptaltar.
Das Bild das apokalyptische Weib ist eine Kopie aus dem Jahr 1926. Das Original von Peter Paul Rubens hängt wohl heute in der Alten Pinakothek.
Hier noch eine Aufnahme die vom Aufgang im Eingangsbereich gemacht wurde. Und ich bin immer wieder erstaunt, welche Details auf einer kleinen (hier 9x13 cm) uralten Glasplatte erhalten sind. Bei der für Kirchen üblichen Beleuchtung kommen da viele moderne Digitalkameras heute nicht mit.
Soviel also zum Freisinger Dom. Mal sehen welche Bilder mir als nächstes in die Finger fallen.
Viele Grüße und eine schöne Zeit
Peter
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Peter Paul Rubens
Standort:
Domberg, 85354 Freising, Deutschland
Sonntag, 11. Oktober 2015
Ein Schnappschuss im Dunkeln
Der letzte Post ist schon wieder eine Weile her und das aktuelle Projekt noch weit von der Veröffentlichung entfernt.
Aber aus der letzten Serie sind noch ein paar Fotos und Geschichten übrig :-)
Eines davon zeigt eine Frau, die an einer Hausecke fotografiert wurde. Und je genauer man hinschaut, desto mehr Hinweise tauchen auf...
Hier sieht man auf der Schaufensterscheibe die Aufschrift Buchhandlung Tyrolia. Es gibt heute noch einen gleichnamigen österreichischen Verlag, der ab dem 1. Juli 1917 eine Auslieferungsstelle in der Schellingstrasse 41 hatte.
(An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an Silvia B. von der Verlagsanstalt TYROLIA für den freundlichen Mailkontakt :-)
Bildunterschrift im PDF zur Unternehmensgeschichte: 1917 errichtete Tyrolia eine Auslieferung für ihre Bücher und Zeitschriften im Haus der Buchdruckerei und Verlagsanstalt M. Müller & Sohn in der Münchner Schellingstraße.
Am Foto und der entsprechenden Fensterfront lässt sich auch ablesen, dass mein Bild erst später entstanden sein dürfte. Aber wohl vor 1940, da sich auf der Firmenhomepage auch nachvollziehen lässt, dass auch der Verlag Tyrolia und seine Niederlassung in München dem Nationalsozialismus zum Opfer gefallen ist.
Auch das Haus in der Schellingstrasse -bzw. der ganze Block- hat den zweiten Weltkrieg nicht überstanden.
Soviel zum Wo und Wann. Bleibt ein zweiter Blick auf das Bild und die Frage:
Was mag der Herr im Hintergrund wohl im Strassenbahn-Haltestellten-Mülleimer gesucht haben?
Ich glaube nicht, dass der Fotograf seinerzeit den Mann absichtlich ins Bild platziert hat...
Andererseits könnte man heute mit einem solchen Bild ja durchaus auf die Armutsproblematik in unserer Gesellschaft hinweisen. Warum also nicht auch schon vor 80 oder 90 Jahren?
Wie auch immer, ich denke an diesem Bild lässt sich ganz gut erkennen welche Informationen in einem einzelnen Bild enthalten sein können und wie schwierig es sein kann diese wieder aus dem Bild herauszubekommen.
In diesem Sinne eine schöne Zeit und im kommenden Post geht es wohl mal in den Dom zu Freising.
Viele Grüße
Peter
Aber aus der letzten Serie sind noch ein paar Fotos und Geschichten übrig :-)
Eines davon zeigt eine Frau, die an einer Hausecke fotografiert wurde. Und je genauer man hinschaut, desto mehr Hinweise tauchen auf...
Ich möchte ja gerne wissen; wer wurde da wann und wo fotografiert?
Die Frage nach dem Wer lässt sich in den wenigsten Fällen beantworten. Meist finden sich auf den Pergaminhüllen der Glasplatten -sofern überhaupt vorhanden- keine Namen. Eher noch eine Jahreszahl und oder ein Hinweis auf den Ort. Die meinsten Bilder aus der aktuellen Serie enthalten praktisch gar keine Hinweise, so auch dieses. Einfach ein Stapel Fotoplatten mit verschiedenen Motive ohne sichtbaren Zusammenhang. Also müsen die Bilddetails weiterhelfen.
Eine Strassenbahnhaltestelle der Linie 2 - nächste Haltestellen -> Augusten Str. und Hauptbahnhof.
Es gibt eine Augusten Strasse in München und es gab auch mal eine Straßenbahn der Line 2. Auf der Homepage trambahn.com von Peter Brenner gibt es auch eine Sub-Site für die Linie 2. Demnach wurde die Augusten Strasse bis in die 1970er angefahren.
In der Wikipedia findet sich auch der dazu passende Netzplan aus dem Jahr 1964...
„StrassenbahnnetzMuenchen1964“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.
Damit wäre das wo so halbwegs geklärt. Ein weiterer Hinweis findet sich im dunklen Teil des Bildes.
Hier sieht man auf der Schaufensterscheibe die Aufschrift Buchhandlung Tyrolia. Es gibt heute noch einen gleichnamigen österreichischen Verlag, der ab dem 1. Juli 1917 eine Auslieferungsstelle in der Schellingstrasse 41 hatte.
(An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an Silvia B. von der Verlagsanstalt TYROLIA für den freundlichen Mailkontakt :-)
Bildunterschrift im PDF zur Unternehmensgeschichte: 1917 errichtete Tyrolia eine Auslieferung für ihre Bücher und Zeitschriften im Haus der Buchdruckerei und Verlagsanstalt M. Müller & Sohn in der Münchner Schellingstraße.
Am Foto und der entsprechenden Fensterfront lässt sich auch ablesen, dass mein Bild erst später entstanden sein dürfte. Aber wohl vor 1940, da sich auf der Firmenhomepage auch nachvollziehen lässt, dass auch der Verlag Tyrolia und seine Niederlassung in München dem Nationalsozialismus zum Opfer gefallen ist.
Auch das Haus in der Schellingstrasse -bzw. der ganze Block- hat den zweiten Weltkrieg nicht überstanden.
Was mag der Herr im Hintergrund wohl im Strassenbahn-Haltestellten-Mülleimer gesucht haben?
Ich glaube nicht, dass der Fotograf seinerzeit den Mann absichtlich ins Bild platziert hat...
Andererseits könnte man heute mit einem solchen Bild ja durchaus auf die Armutsproblematik in unserer Gesellschaft hinweisen. Warum also nicht auch schon vor 80 oder 90 Jahren?
Wie auch immer, ich denke an diesem Bild lässt sich ganz gut erkennen welche Informationen in einem einzelnen Bild enthalten sein können und wie schwierig es sein kann diese wieder aus dem Bild herauszubekommen.
In diesem Sinne eine schöne Zeit und im kommenden Post geht es wohl mal in den Dom zu Freising.
Viele Grüße
Peter
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